4.3.07

Regenwald für Ulrike


Das Thema „Regenwald“ bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Da bereits einige Seiten erstellt wurden, wollte ich mich nicht wiederholen.

Im Zusammenhang mit dem Tod Heinz Sielmanns veröffentlichte die FAS das Foto eines Gorillas. Dieses gefiel mir so gut, dass ich es unbedingt verwenden wollte. Der Gorilla als Urwaldbewohner ist aufgrund der sich für ihn ändernden Lebensbedingungen ebenfalls vom Aussterben bedroht; das Thema Klimawandel ist ja wieder momentan recht aktuell. Hierzu zähle ich auch die Vernichtung des Regenwaldes/Urwaldes/Dschungels durch Brandrodung zwecks Gewinnung von Ackerflächen.

Der Gorilla steht auf einer Lichtung umgeben von Dschungel, der bereits Zeichen der Vernichtung durch „Brandrodung“ aufweist

Verwendet habe ich mit Wachsstiften behandeltes Pelmet – hierauf sowie auf ultradünnes durchsichtiges Nylon aufgebügelte Transferfarben , das Foto wurde eingescannt, gedruckt u., dieses mit dem Nylon abgedeckt( damit der Fotodruck nicht so hart ist u. aus“dem Rahmen“ fällt), hierauf aufgefilzte Seidenfasern sowie gefärbte Teile von Maulbeerrinde. Überwiegend aufgefilzt – einige Stickstiche zur Befestigung. Zuletzt wurde die Arbeit mit offener Flamme bearbeitet.

Wasserseite für Maria


Dieses Element ist dasjenige, welches mich am meisten fesselt – für mich die Urgewalt schlechthin– aus unerklärlichen Gründen zieht es mich auch immer wieder ans Meer; ich genieße den weiten Blick auf die See u. entspanne beim gleichmäßigen Rauschen der Wellen am Strand. Gleichzeitig sind die Gefahren dieses Elementes nicht zu unterschätzen. Mehrfache hohe Wellengänge während Überfahrten auf der Nordsee oder während der Inselaufenthalte mit mehr als Windstärke 10 zeigten auch die zerstörerische Kraft von Wasser u. Wind. Neben den Naturgewalten ist aber auch die zerstörerische Kraft des Menschen diesem Element gegenüber nicht zu unterschätzen; man denke an Ölpest, Verklappung von Dünnsäure etc.

Meine Buchseite zu diesem Thema wurde beeinflusst durch die aktuelle Diskussion um Raubfischerei bzw Leerfischen der Meere durch Industrieschiffe. Einige Fischarten, die früher schwarmweise mühelos eingefangen werden konnten, sind heute Raritäten. Dazu zählt auch der Hering. Ich habe daher diese Gattung gewählt u. mittels eines Fotos eingescannt, gedruckt u. dann zerschnitten. Die Tiere haben kaum noch genügend Lebensraum zur Entfaltung.

Hierfür habe ich zunächst auf gefärbtes Pelmet Seidenstücke, Organza + Plastikfolie mit dem Embellisher aufgebracht; hierauf mittels eines Mediums gefilzte Seidenfasern teilweise wieder entfilzt, ebenfalls aufgenadelt u. die Fische dann in den nur noch knapp vorhandenen Lebensraum verteilt; sie haben nur noch wenig verbleibenden Platz in ihrem ureigensten Element. Sie werden fast "erdrückt".


















3.3.07

Stoffbuch: Wasser

Für Maria habe ich einen Seerosenteich gestaltet. Ich habe bemalte Seide in der Mikrowelle gekrinkelt und dann Blüten und Blätter aufgenäht und Schilf gestickt. Die Äste der Trauerweide bestehen aus bemaltem Tyvek, von dem aus die Fransengarne herunterhängen.